Hier clicken um Karten zu reservieren

Ausstellung: Mexico Kicking Out Violence – Frauen, Fußball und Ermächtigung

Die Ausstellung präsentiert aktuelle Fotografien und ein Video von Óscar Sánchez und Chiara Zenzani.

In Mexiko ist der Frauenfußball längst mehr als nur eine sportliche Aktivität geworden er ist ein starkes Symbol für Widerstand, Identität und gesellschaftlichen Wandel. Von kleinen ländlichen Gemeinden bis hin zu großen Städten wie Monterrey, Guadalajara und Mexiko-Stadt schreiben tausende Frauen durch den Fußball ihre eigene Geschichte neu.

In den bescheidensten Regionen des Landes wächst der Fußball als Werkzeug der Selbstermächtigung. Ein deutliches Beispiel ist die Liga von Nicolás Romero im Bundesstaat Mexiko, wo jedes Wochenende Spiele stattfinden, an denen Frauen teilnehmen, die nicht nur Spielerinnen sind, sondern auch Mütter, Hausangestellte oder Fabrikarbeiterinnen. Viele von ihnen stammen aus Náhuatl-Gemeinschaften und finden im Sport nicht nur einen Raum zur Freizeitgestaltung, sondern auch eine Plattform, um sichtbar zu werden, ihre Gemeinschaft zu stärken und ihren Platz in der Gesellschaft einzufordern.

Weiter westlich, in Bundesstaaten wie Jalisco und Colima, steht der Fußball ebenfalls für Hoffnung in einem Umfeld, das seit Jahren von Gewalt durch den Drogenhandel geprägt ist. Für viele junge Frauen und sogar Mädchen  gehört das Geräusch von Schüssen zum Alltag. Doch trotz dieser Realität wird der Fußball zu einem Weg in ein anderes Leben.

In indigenen Gemeinschaften, insbesondere unter jungen Frauen der Wixárika (Huichol), bedeutet die Leidenschaft für den Fußball oft große Opfer. Einige von ihnen legen bis zu 90 Minuten zurück, um trainieren zu können angetrieben von dem Traum, Profispielerinnen zu werden. Und dieser Traum ist erreichbar: Einige haben bereits den Sprung in die professionelle Liga geschafft und spielen für bekannte Vereine wie Guadalajara, Querétaro oder Monterrey.

Auch in der Hauptstadt, speziell im Stadtteil Iztapalapa, zeigen Initiativen in den sogenannten Utopía-Zentren eine weitere Facette des Frauenfußballs. Gruppen wie „Chicas Unidas“ organisieren Trainings mit einem klaren Ziel: die Stärkung von Frauen durch Sport, wobei Selbstvertrauen, Disziplin und Zusammenhalt gefördert werden.

Das Wachstum des Frauenfußballs in Mexiko lässt sich nicht nur in Ligen oder Ergebnissen messen, sondern vor allem in Lebensgeschichten. Geschichten von Frauen, die Stereotype durchbrechen, Ungleichheiten überwinden und jedes Spiel zu einem Akt des Widerstands machen. Auf jedem Spielfeld, ob aus Erde oder im Stadion, zeigen diese guerreras („Kriegerinnen“), dass Fußball weit mehr ist als ein Spiel: Er ist eine kollektive Stimme, die gehört werden will.

Fotoreihe

    • Ca. 20 Bilder, die das Leben von 4 Frauenfußball-Communities zeigen
    • Fußball formt nicht nur Spielerinnen, sondern freie Frauen, die ihre Rechte kennen und in der Lage sind, geschlechtsspezifische Gewalt und soziale Ungleichheiten zu bekämpfen.
    • Die Protagonistinnen sind Spielerinnen, Trainerinnen, Publikum, Plätze und die sie umgebenden Gemeinschaftsumfelder.

Video 

    • Dauer 5:44, Original in Spanisch mit deutschem Untertitel 
    • Ein Rundgang durch die persönlichen Geschichten der Protagonistinnen: wie sie zu diesen Vereinen kamen und wie Fußball ihr Leben und das ihrer Familien verändert hat.
    • Zeugnisse, die die Stärke einer Bewegung widerspiegeln, die Sport, Widerstand und Würde verbindet.

Die Ausstellung ist ein Teilprojekt des Projekts „Game On – Sport für Menschenrechte“, anlässlich der FIFA-Fußball-WM 2026 in Kanada, Mexiko und USA, gefördert durch die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit und durchgeführt von der fairplay Initiative am VIDC.     

Kontakt

Kurt Wachter & Karla Erpenbach 

fairplay – Initiative für Vielfalt und Antidiskriminierung

Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC)

Möllwaldplatz 5/9, 1040 Wien

+43 1 713 35 94-90  

wachter@vidc.org

Website I Facebook I Instagram I LinkedIn

  • 00

    Tage

  • 00

    Stunden

  • 00

    Minuten

  • 00

    Sekunden

Datum

Mai 16 - 23 2026

Uhrzeit

Ganztags

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert